Wie ist die 65er Skala von Aeolian aufgebaut?

Die 65er Skala wurde von Aeolian bereits ab 1897 in Amerika mit der Pianola als Vorsetzer vermarktet und kam noch vor der Hupfeld Phonola auch auf den deutschen Markt. Der Vorsprung des Marktersten Aeolian konnte jedoch wirtschaftlich zumindest in dem stark von deutschen Firmen dominierten Markt Deutschland nicht durchgehalten werden. Grund dafür war auch, dass der Pianola Vorsetzer in Deutschland mit 1250 Reichsmark deutlich mehr als die Phonola (850Reichsmark) kostete und mit nur 65 Tönen einen kleineren Tonumfang hatte. Wie beschrieben hat sich jedoch der Produktname „Pianola“ stellvertretend für diese Selbstspielsysteme durchgesetzt. 

Die Skala des 65er Aeolian Systems hat Anfangs nur die 65 Töne umfasst.

Erst nach Hupfeld führt Aeolian das Themodist ein, d.h. die automatische Betonung der Melodietöne. Da die Papierbreite der 65er Notenrolle bereits reichlich ausgenutzt war, konnten nur noch kleine Doppelstanzungen (Spitzname: Schlangenbiss) an den äußersten Rändern für die Melodiebetonung im Bass und Diskant eingesetzt werden.

Die Belegung der 67 Löcher in dieser 65er Skala ist:

Loch 1: Themodist Bass

Loch 2-66: 65 Töne von A1 bis cis4

Loch 67: Themodist Diskant

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