Wie sieht eine Hupfeld DEA Notenrolle aus?

Als Hupfeld das DEA Reproduktionssystem ab 1907 anbot, konnte Hupfeld bereits auf die Phonoliszt bzw. Phonola Künstleraufnahmen zurückgreifen, die mindestens seit 1905 aufgezeichnet wurden. Wenngleich auch hier unklar ist, wie der Aufnahmeapparat beschaffen war, ist das Ergebnis, die DEA Rolleeine exzellente Reproduktionsrolle. Aus Analysen ist eindeutig erkennbar, dass die Phonola Rollen und die DEA Rollen exakt das gleiche Handspiel enthalten. Wir haben die Vermutung, dass Hupfeld von Beginn an, also ca. 1904 bereits, einen DEA Aufnahmeapparat hatte – nur kein marktfähiges Reproduktionsklavier. Ein Dilemma, da dadurch Welte als Markterster nie mehr eingeholt werden konnte im Bereich der Reproduktionsklaviere.

Die DEA Notenrollen sind mit 40,5 cm ungewöhnlich breit – die breiteste Reproduktionsrolle. Diese originalen Notenrollen sind nur sehr selten zu finden – zumal es auch nur noch sehr wenig spielfähige DEA Instrumente gibt. Papier (mit Hupfeld Wasserzeichen), Spule und Seiten sind denen der Phonola Notenrollen sehr ähnlich. Die zumeist weinroten Kartons tragen auf der Front das Label mit der Rollennummer, der Titelbezeichnung und der Angabe des Pianisten. Das gleiche Label befindet sich auch auf der Notenrolle – oft neben einem Photo des Pianisten. Auch diese Rolle läuft von unten nach oben. Am Anfang der Rolle steht auf der Rückseite meistens auch das Herstelldatum. Zum Einhängen in die Aufnahmespule ist ein Haken am Rollenanfang.

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